Der Alpencross 2026: Ein unvergessliches
Abenteuer über die Alpen

berichtet von Felix Singler 

Am Mittwoch, den 17. Juni, begann unser Abenteuer in Ravensburg am Bahnhof. Mit Vorfreude verluden wir unsere Fahrräder und machten uns auf den Weg, um pünktlich um 9:15 Uhr den Zug nach Landeck zu nehmen.

Zwar mussten wir aufgrund eines verpassten Zuges eine kleine Verzögerung in Kauf nehmen, doch der Einrolltag verlief anschließend ohne weitere Komplikationen. Die ersten 28 Kilometer mit 340 Höhenmetern boten uns die Möglichkeit, in entspannter Atmosphäre den Einstieg zu finden und uns
auf die kommenden Herausforderungen vorzubereiten.

Nach einer erholsamen Nacht erwartete uns der erste „echte“ Fahrtag: Von Pfunds nach Mals überwanden wir etwa 48 Kilometer und stolze 1.310 Höhenmeter. Die Route führte vorbei an der alten Grenze und den
historischen Panzersperren, hinauf zum Anstieg und dann über den Bunker Trail hinunter zum Reschensee. Nach diesem kräftezehrenden Tag freuten sich alle auf eine frühe Nachtruhe und waren gespannt, welche Überraschungen die nächsten Etappen bereithalten würden.

Der dritte Tag bescherte uns eine der landschaftlich beeindruckendsten Strecken des Alpencross. Hoch über Valmora ging es Richtung Bormio, begleitet von atemberaubenden Ausblicken und einer genussvollen Pause zur Stärkung. Der Abstieg wurde durch ein plötzliches Gewitter unterbrochen, sodass wir Schutz in einer Berghütte suchen mussten. Nachdem der Regen nachließ, wagten wir die restliche Strecke und erreichten – zwar durchnässt, aber unversehrt – Bormio nach 54 Kilometern und 1.480 Höhenmetern.

Auch Tag vier hatte einiges zu bieten: Mit etwa 60 Kilometern und 1.430 Höhenmetern war dies einer der längsten Tage unserer Tour. Die ersten 30 Kilometer verliefen angenehm bergab, bevor ein steiler und heißer Anstieg uns erneut forderte. Der Lohn für die Mühe: Die Ankunft auf der Alm und ein erfrischendes Getränk. Die anschließende Abfahrt gestaltete sich als besonders unterhaltsam, denn zahlreiche Trails und Hindernisse sorgten für Fahrspaß. Im Hotel stieg die Spannung, als wir gemeinsam das Deutschlandspiel gegen die Elfenbeinküste im Aufenthaltsraum verfolgten.

Am fünften Tag starteten wir mit etwas weniger Schlaf, doch die Vorfreude auf einen landschaftlich außergewöhnlichen Tag überwog. Die Route führte uns auf 2.400 Meter Höhe und bot grandiose Ausblicke. Der steile Trail erforderte viel Schieben, doch die Schönheit der Natur und der Kontakt mit dem letzten Schnee auf den Gipfeln machten dies mehr als wert. Die anspruchsvolle Abfahrt durch grobes, hochalpines Gelände stellte unsere Konzentration und Nerven auf die Probe. Abgesehen von kleinen Stürzen und zwei platten Reifen meisterten wir die Strecke ohne größere Probleme und legten nach 33 Kilometer und 1.500 Höhenmetern erschöpft die Beine hoch, um für die Finaletappe bereit zu sein.

Der letzte Tag verlangte noch einmal Geduld und Ausdauer: Mit 55 Kilometern und 1.373 Höhenmetern spürten wir die Anstrengung, doch die Vorfreude auf das Ziel beflügelte uns. Über Pora ging es einen zugewachsenen Trail hinunter, bis wir endlich am lang ersehnten und hart erkämpften Lago d’Iseo ankamen. Gemeinsam stürzten wir uns ins kühle Nass und feierten das Gefühl, dieses Abenteuer erfolgreich gemeistert zu haben. Ein ganzes Schuljahr Vorbereitung floss in diese sechs Tage – und
die Erleichterung und der Stolz waren deutlich spürbar.

Den wohlverdienten Erholungstag verbrachten wir entspannt am Pool und am See, reflektierten unsere Erlebnisse und tauschten uns über die Highlights der Tour aus. Der Alpencross 2026 bleibt uns als ein einzigartiges Erlebnis in Erinnerung, das Teamgeist, Durchhaltevermögen und Freude an der Natur vereinte.

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