Tourismusklasse in Kressbronn

Kekse, Krisen, Kressbronn – Die 1TK1 und 1TF1 in Kressbronn a.B.

berichtet von Schüler/in

Wer behauptet, dass Klassenausflüge im Regen ins Wasser fallen, kennt unsere Klasse nicht. Unser Tag in Kressbronn bot wettertechnisch alles: vom sonnigen Start über echten Weltuntergang bis zum gemütlichen Ausklang in Friedrichshafen. Drei Dinge haben wir dabei gelernt:

Erstens: Man sollte dem Bodenseewetter niemals trauen. Unser Fußmarsch endete klatschnass. Während Herr Hügel mit Regenjacke und Schirm kam und Frau Demuth einen Regenponcho trug, war der Rest eher optimistisch angezogen. Ein Mitschüler zog das Unwetter sogar knallhart in Adidas-Schlappen mit Socken durch.

Zweitens: Die Leitung einer Tourist-Information ist ein Traumjob mit vielen verschiedenen Aufgaben.

Drittens: Die historische Hofanlage Milz, unsere Rettung vor dem Regen, stellte sich als echte Überraschung heraus. Die Führung war wie eine Zeitreise zwischen Weltkriegs-Relikten und knalligen 70er-Jahre-Vorhängen, bei der wir sogar einer historischen Spieluhr lauschen durften.

Trotz nasser Klamotten war die Stimmung an der Bodan-Werft und bei der Schifffahrt genial. Es ging vorbei am Schloss Montfort, entlang des Eriskircher Rieds und mit Blick auf das Schweizer Alpenpanorama nach Friedrichshafen.

Ein riesiges Dankeschön an alle fürs Durchhalten, an Frau Demuth und an Herrn Hügel. Letzterer verteilte als Dankeschön so fleißig Ravensburger Tekrum-Kekse an die Leiterin der Tourist-Information und die Leiterin der Hofanlage, dass wir fast schon Angst hatten, der Kapitän und die Kellner im Restaurant „Sole Sole“ bekämen auch noch eine Packung ab, während wir leer ausgingen.

Ein Ausflug nach Kressbronn, den so schnell keiner von uns vergisst …

Abschlussfeier der Kaufmännischen Berufsschule

„Nicht nur ein Blatt mit Noten – hinter jedem steckt eine individuelle Geschichte“

berichtet von Livia Schmidt

Mehr als 1000 Gäste empfang die Humpis-Schule-Ravensburg am 30.06.2026 im Kultur- und Kongresszentrum Weingarten und veranstaltete damit wieder die größte Abschlussfeier der Region mit einem abwechslungsreichen Programm.
Aus 16 Ausbildungsberufen bekamen in diesem Jahr 420 junge Erwachsene ihr Abschlusszeugnis feierlich überreicht und können nun ihre persönlichen Meilensteine auf dem Weg ins Berufsleben setzen.

Genau 10%, also ganze 42 Absolventinnen und Absolventen, wurden aufgrund ihrer
herausragenden Leistungen mit einem Preis geehrt, 49 Auszubildende erhielten eine Belobigung. Als besondere Anerkennung für ihre Leistungen wurden ihnen zusätzlich ein Zertifikat sowie Geldgutscheine für Bücher, gestiftet vom Landkreis Ravensburg, überreicht. Darüber hinaus bestanden 195 Auszubildende das KMK-Fremdsprachenzertifikat in Englisch. „Ein wesentlicher Erfolgsfaktor unserer international hoch angesehenen Berufsausbildung ist unser duales Ausbildungssystem, auf das wir in Deutschland mit Recht stolz sein dürfen“, sagte Andreas Steck, einer von drei Abteilungsleiterinnen der KBS. Er moderierte die Abschlussfeier und begrüßte zunächst das Jugendsinfonieorchester der Musikschule Ravensburg unter der Leitung von Musikdirektor Harald Hepner. 40 Musikerinnen und eine 14jährige Sängerin
begleiteten mit vier Stücken die Feierlichkeit und trugen zu einem rundum gelungenen Abend bei. Ein weiterer Höhepunkte war der Beitrag des Gastredners Hubert Romer, CEO der Organisation WorldSkills Germany. Er kann auf 20 Jahre Erfolgsgeschichte zurückblicken mit dem Ziel Spitzenleistungen in der beruflichen Ausbildung sichtbar zu machen. Die internationale WorldSkills-Bewegung organisiert nationale und internationale Berufswettbewerbe, entwickelt innovative Bildungsinitiativen und stärkt die Attraktivität und Qualität der dualen Ausbildung.

Als Überraschungsgäste begrüßte Andreas Steck zwei Champions in ihrem Beruf. Linus Großhart gewann Gold als deutscher Vertreter der Zimmerleute und wurde somit Europameister 2025. Anna Hüllner gewann als gelernte Malerin Silber für Deutschland in der Kategorie „Painting and Decorating“ für Deutschland in der selben Europameisterschaft 2025.
Im Mittelpunkt stand die Frage: Was macht Deutschland so besonders in der beruflichen
Ausbildung? – Ganz klar, das Miteinander!

Denn Auszubildende, Ausbilderinnen und Lehrerinnen kooperieren regelmäßig, um eine
zukunftsorientierte Berufsausbildung zu schaffen. Meetings, Fortbildungen und individuelle Beratungen sind im dualen Ausbildungssystem fest verankert, so dass jeder junge Erwachsene seinen persönlichen Berufserfolg findet.
„Macht was euch mit Leidenschaft erfüllt und werdet richtig gut darin!“, gaben die beiden
preisgekrönten Redner allen Berufseinsteigern mit auf ihren individuellen Weg ins vielseitige Berufsleben.
Der Schulleiter der Humpis-Schule, Ulrich Becker, beglückwünschte die diesjährigen
Absolventinnen und Absolventen zu ihren Erfolgen und betonte, dass sie vor allem stolz auf den Weg ihrer persönlichen beruflichen Meilensteine sein können.
„Setzen Sie sich Ziele, bleiben Sie neugierig, hören Sie nie auf kritisch zu denken und bewahren Sie sich den Respekt vor der Menschlichkeit, der Freiheit und unserer Demokratie.“, legte er den Auszubildenden ans Herz.
Ein großer Dank für die Leitung der KBS sowie die Organisation der Abschlussfeier kam den Abteilungsleiterinnen Sabine Romer, Michael Mönig und Andreas Steck zu. Darüber hinaus wurde den Lehrerinnen sowie den Ausbilderinnen für ihren Arbeitseinsatz, den Verwaltungen der Humpis-Schule und der Kammern sowie dem anwesenden IHK-Vertreter für Berufsausbildung, Clemens Besenfelder, für die sehr gute Zusammenarbeit gedankt. Das Erasmus+ Programm der KBS im Rahmen der Internationalisierung wurde zudem hervorgehoben. Die Humpis-Schule wurde sogar mit dem Titel „Europaschule“ ausgezeichnet. Seit 16 Jahren bereichern die Angebote der Humpis-Schule an Auslandspraktika die Berufsausbildung, aber auch die persönliche Weiterentwicklung der Schülerinnen!
In diesem Schuljahr haben 89 Schülerinnen ein Auslandspraktikum absolviert und erhielten mit ihrem Abschlusszeugnis den Europapass. Der internationalen Kooperation kam an diesem Abend ebenfalls besondere Ehrung zu, da unsere globale Welt von einer reibungslosen Kommunikation profitiert und ein Miteinander ohne (Sprach-)Barrieren essenziell ist. Die anschließende Zeugnisübergabe ging in einen fröhlichen Austausch am Buffet über. Manche Schülerinnen finden den Weg zur Humpis-Schule zurück, indem sie sich dazu entscheiden, das Berufskolleg oder das Wirtschaftsgymnasium zu besuchen und andere trifft man hin und wieder in ihren Berufen. Besonders schön ist es, wenn man auch nach Jahren erfährt, dass sie ein erfülltes Arbeitsleben haben.
Denn es ist unglaublich, was man alles schafft, wenn man es aus Leidenschaft macht!

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