24.05.2022

Dr. Michael Blume zu Gast an der Humpis-Schule

berichtet von Stefanie Kruse

Im Rahmen des „Themenschuljahres Demokratie“ war am Mittwoch, dem 18.05.22, Dr. Michael Blume zu Gast an der Humpis-Schule. Er ist Religions- und Politikwissenschaftler sowie Beauftragter der baden-württembergischen Landesregierung gegen Antisemitismus.

Er beeindruckte Schüler*innen und Lehrer*innen gleichermaßen durch seinen frei vorgetragenen, mit vielen Informationen gespickten und interessanten Beitrag zum Thema „Antisemitismus und Verschwörungsmythen“.

Die Reise führte die Zuhörenden durch die Geschichte des Antisemitismus, der bis heute immer wieder auf den gleichen Strukturen beruht:

Angst, Unwissenheit und die Suche nach einem Schuldigen für die „schlechten“ Dinge auf dieser Welt.

Somit hat der Antisemitismus in den letzten beiden Jahren, die durch die COVID-19-Pandemie geprägt waren, wieder Hochkonjunktur.

Ängste, das Internet, die Suche nach einfachen Lösungen, Unwissenheit, ein Gefühl der Ohnmacht und noch viele andere Ursachen haben dazu geführt, dass sich eine große Anzahl von Menschen Erklärungen im verschwörungstheoretischen Bereich für die Existenz von COVID-19 suchten.

Wie können wir mit Menschen, insbesondere mit Schüler*innen und Eltern, im Gespräch bleiben, wenn die gemeinsame Basis der Kommunikation nicht gegeben ist? Wie bleiben wir mit Schüler*innen im Kontakt, die in den Augen der Allgemeinheit schon als verloren gelten? Wie treten wir der zunehmenden Polarisierung der Gesellschaft in der Schule entgegen und wie – bei all den Krisen, Katastrophen und Kriegen – vermitteln wir den Schüler*innen ein optimistisches Bild der Zukunft?

Dr. Michael Blume gab hier mit seinem Vortrag Anregungen und vermittelte auch Strategien, die im Schulalltag umsetzbar sind. Er machte auch Mut, sich an Beratungsstellen zu wenden, sich zu vernetzen, auszutauschen und miteinander ins Gespräch zu gehen, denn trotz aller Anfeindungen, denen man ausgesetzt ist, wenn man „unliebsame“ Themen anspricht, ist doch vor allem Schule als Bildungsstätte in der Verantwortung, jungen Menschen durch Wissensvermittlung und ein soziales Miteinander die Grundpfeiler einer Demokratie zu vermitteln.

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