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Kaufmännisches Berufskolleg I


gültig ab dem Schuljahr 2009/2010

Bildungsziele


Die Ausbildung am Kaufmännischen Berufskolleg I soll die fachtheoretischen und fachpraktischen Grundkenntnisse für Tätigkeiten in Wirtschaft und Verwaltung vermitteln und die Allgemeinbildung vertiefen.

Aufnahmevoraussetzungen


Voraussetzung für die Aufnahme in das Kaufmännische Berufskolleg I ist

Liegen mehr Bewerbungen vor als Schulplätze zur Verfügung stehen, ist ein Auswahlverfahren erforderlich. Das Auswahlverfahren wird entsprechend den gültigen Schulversuchsbestimmungen durchgeführt.

Probezeit


Die Aufnahme erfolgt zunächst auf Probe. Am Ende des ersten Schulhalbjahres wird ein Halbjahreszeugnis erteilt. Die Klassenkonferenz entscheidet auf Grund der Noten des Halbjahreszeugnisses über das Bestehen der Probezeit.

Stundentafel


Pflichtbereich

 

Allgemeiner Bereich

 

Religionslehre

1

Geschichte mit Gemeinschaftskunde

2

Deutsch/Betriebliche Kommunikation

3

Englisch

3

Mathematik

2

Berufsfachlicher Bereich

 

Betriebswirtschaft

7

Kaufmännische Steuerung und Kontrolle

3

Gesamtwirtschaft

2

Informatik

1

Textverarbeitung

1

Wahlpflichtbereich

5

Übungsfirma oder Geschäftsprozesse/Praxisorientierte Übungen

 

Projektkompetenz (integriert)

 

 

30

Wahlbereich

2

z. B. Sport, Stützkurs Deutsch und Mathematik

 

Praktikum (fakultativ)                                            in Wochen

4


Kernfächer

Kernfächer sind die Fächer Deutsch/Betriebliche Kommunikation, Englisch, Mathematik und Betriebswirtschaft.

Praktikum


Während der Ausbildung ist ein vierwöchiges Praktikum in geeigneten Betrieben anzustreben. Es ist ein einwöchiges „Pflichtpraktikum“ geplant.

Wahlpflichtbereiche


Gewählt werden kann Übungsfirma, Geschäftsprozesse/Praxisorientierte Übungen oder Berufsorientierte Anwendungen und Projekte (BOA). In allen Wahlpflichtbereichen wird die integrierte Unternehmenssoftware Microsoft Dynamics - NAV® eingesetzt. Neben dem Erwerb von Fachkompetenz soll insbesondere auch die Methoden- und Sozialkompetenz gestärkt werden.

Übungsfirma


Die Übungsfirma arbeitet wie ein Unternehmen in der Praxis. Sie ist über eine Zentrale mit ca. 2.000 Übungsfirmen in aller Welt vernetzt. Somit können mit anderen Übungsfirmen Geschäftsbeziehungen geknüpft werden, mit allen anfallenden branchenspezifischen Geschäftsfällen im Ein- und Verkauf und den damit verbundenen kaufmännisch verwaltenden Tätigkeiten. Der Waren- und Geldverkehr wird simuliert. Der Übungsfirmenbetrieb wird in einem mit moderner Informations- und Kommunikationstechnologie ausgestatteten Großraumbüro durchgeführt und durch ein örtliches Unternehmen unterstützt. Patenunternehmen sind jährlich abwechselnd die Franz Habisreutinger GmbH & Co. KG aus Weingarten und die Movera GmbH aus Bad Waldsee. Über die Übungsfirmenarbeit sollen die Schülerinnen und Schüler die im Unterricht erworbenen Theoriekenntnisse in der Praxis anwenden und so betriebliche Prozesse kennenlernen. Hierdurch wird die Vorbereitung auf den späteren Beruf wesentlich verbessert. Die Auswahl der Schülerinnen und Schüler richtet sich nach Leistung.

Geschäftsprozesse / Praxisorientierte Übungen


In Geschäftsprozesse/Praxisorientierte Übungen steht das Prozessdenken im Mittelpunkt. Die Schülerinnen und Schüler sollen betriebliche Geschäftsprozesse kennenlernen, praktische Fertigkeiten erwerben und ein betriebswirtschaftliches Denken entwickeln. Das im Fachunterricht erworbene theoretische Wissen soll angewendet werden und sich zu einem vernetzten Ganzen zusammenfügen. Betrieblich zusammenhängende Geschäftsabläufe werden anhand von anschaulichen Fallaufgaben praxis- und handlungsorientiert bearbeitet. Es werden die Kernprozesse Ein- und Verkauf, der unterstützende Prozess Personal und die organisatorischen Abwicklungen im Bereich Büropraxis behandelt.

Berufsorientierte Anwendungen und Projekte (BOA)


Berufsorientierte Anwendungen und Projekte (BOA) hat zum Teil die gleichen Inhalte wie der Wahlpflichtbereich Geschäftsprozesse/Praxisorientierte Übungen. Der Schwerpunkt liegt aber vermehrt auf der Projektarbeit und der Vermittlung von Schlüsselqualifikationen. Die Klasse bearbeitet selbständig einen Auftrag eines örtlichen Unternehmens. Die einzelnen Arbeitsschritte werden überwiegend in Team- und Gruppenarbeit durchgeführt. Der Unterricht findet nicht nur im Schulgebäude statt. Teilweise werden z. B. Umfragen auch außerhalb der Schule durchgeführt und diese anschließend ausgewertet. Das Ergebnis der Projektarbeit wird in einem Abschlussbericht dokumentiert und am Schuljahresende dem Auftraggeber präsentiert. Die Auswahl der Schülerinnen und Schüler erfolgt anhand eines gesonderten Bewerbungsschreibens.

Abschluss


Die Ausbildung dauert ein Schuljahr. Eine zentrale Klassenarbeit wird im Fach Betriebswirtschaft am Ende des zweiten Halbjahres durchgeführt.

Möglichkeiten nach dem Schulabschluss


Absolventen des Kaufmännischen Berufskolleg I können eine Ausbildung beginnen oder bei einem entsprechenden Notendurchschnitt in das Kaufmännische Berufskolleg II eintreten und die Fachhochschulreife erwerben.